Microsoft Lizenzrecht: VDA – Häufig gestellte Fragen und Antworten

Windows VDA, VECD und neuer SA Service

1. Was ist Windows VDA?
Windows VDA (Virtual Desktop Access) ist ein Geräte-basiertes Abonnement, welches entwickelt wurde, um Unternehmen bei der Lizenzierung ihrer Geräte, die nicht für Windows Client Software Assurance (z.B. Thin Clients, Lieferanten-PCs etc…) qualifiziert sind, für den Zugriff auf einen virtuellen Desktop zu unterstützen. Windows VDA wird über die meisten Microsoft-Volumenlizenzprogramme zur Verfügung gestellt.

2. Was ist, wenn ich beabsichtige, meine PCs für den Zugriff auf meine VDI-Umgebung zu nutzen? Benötige ich dann Windows VDA?
Ab dem 1. Juli 2010 gelten die Zugriffsrechte auf einen virtuellen Desktop als ein Software Assurance Service. Folglich ist keine zusätzliche Lizenzierung erforderlich, wenn Sie planen, PCs für den Zugriff auf die VDI-Umgebung zu nutzen, die durch Software Assurance (SA) abgedeckt sind. Wenn Ihre PCs jedoch nicht durch SA abgedeckt sind, kontaktieren Sie bitte Ihren Microsoft-Ansprechpartner, um zu erfahren, wie Sie SA für diese PCs erhalten können. Mit SA können Sie neben vielen anderen Mehrwerten auch von den Vorteilen der Zugriffsrechte für den virtuellen Desktop profitieren.

3.Wie kann ich die Anzahl an erforderlichen Windows VDA-Lizenzen ermitteln?
Da Windows VDA auf der Anzahl der Geräte basiert, auf die zugegriffen wird, entspricht die genaue Zahl an erforderlichen Lizenzen der Gesamtanzahl an Thin Clients und anderen nicht durch SA abgedeckten Geräten, mit denen auf eine VDI-Umgebung zugegriffen werden soll.

4. Welche Vorteile bietet Windows VDA?
Windows VDA bringt viele Mehrwerte mit:
• Zugriff auf Windows 7/Windows Vista/Windows XP auf virtuellen Maschinen in jeder beliebigen Kombination aus Hardware und Speicher.
• Die virtuellen Maschinen können uneingeschränkt zwischen Servern und Speichermedien verschoben werden.
• Zugriff auf unternehmenseigene Desktop-Images von nicht unternehmenseigenen PCs aus.
• Der Hauptnutzer des Windows VDA-Geräts erhält erweiterte Roaming Use-Rechte. D.h., er kann auf den virtuellen Desktop von jedem beliebigen Gerät auch außerhalb des Unternehmens aus zugreifen, wie vom privaten Heim-PC oder von einem Internet-Cafe-Rechner aus.
• Windows VDA beinhaltet Software Assurance (SA) Services, wie u.a. technischen Support 24×7, Trainingsgutscheine oder Rechte auf die Premium-Edition Windows Enterprise.
• Es besteht das Recht, Produkte zu lizenzieren, die exklusiv Software Assurance-Kunden zur Verfügung stehen, wie MDOP (Microsoft Desktop Optimization Pack) oder Windows Fundamentals for Legacy PCs.
• Eine einzelne Windows VDA-Lizenz gestattet concurrent use von bis zu vier virtuellen Maschinen.
• Die Windows VDA-Lizenz kann nach 90 Tagen einem neuen Rechner zugewiesen werden, wenn ein Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt oder wenn die Hardware aufgrund eines Fehlers dauerhaft ausfällt.
• Die Dynamik des Einsatzes von virtuellen Desktops wird durch die KMS/MAK-Volumenaktivierung unterstützt.
• Unlimitierte Anzahl an Backups für laufende und gespeicherte VMs.

5. Warum handelt es sich bei Windows VDA nur um ein Abonnement?
Das optimale Modell für die Lizenzierung von Software-as-a-Service ist das Abonnement-Modell. Da Windows VDA Sie in die Lage versetzt, Desktops -as-a-Service zu liefern, wendet Microsoft entsprechend die Abonnement-Preisgebung an. Dies hält Windows VDA im Einklang mit dem Software Assurance-Abonnement für die Bereitstellung der gleichen Vorteile für PCs.

6. Ist Windows VDA eine Geräte-basierte oder Nutzer-basierte Lizenz? Kann ich für Windows VDA pro Nutzer zahlen?
Windows VDA ist eine Geräte-basierte Lizenz. Aktuell gibt es keine Option, um Windows VDA pro Nutzer zu lizenzieren. Doch das erweiterte Roaming-Recht erlaubt dem Hauptnutzer eines Windows VDA-Geräts, auf seinen VDI-Desktop auch von außerhalb des Unternehmensnetzwerks von nicht-unternehmenseigenen Geräten aus zuzugreifen. Dies verleiht enorm viel Flexibilität.

7. Wie sehen die erweiterten Roaming-Rechte von Windows VDA im Detail aus?
Der Hauptnutzer eines in der Arbeit mit VDA lizenzierten Geräts kann auf seinen VDI-Desktop von jedem Gerät aus zugreifen, auch wenn dies nicht im Eigentum des Unternehmens oder einer Niederlassung dieses Unternehmens steht, ohne dass dafür eine zusätzliche VDA-Lizenz erforderlich wird. Dies ermöglicht es VDI-Nutzern, auf ihre sicheren Unternehmens-Desktops über nicht-verwaltete Geräte wie Heim-PCs oder PCs in Internet-Cafés zuzugreifen, ohne dass dafür ein Firmen-Laptop benötigt wird. Aber wenn der Nutzer kein primäres VDA-Gerät am Arbeitsplatz besitzt und er muss von einem nicht-unternehmenseigenen Gerät wie einem Heim-PC aus auf seinen VDI-Desktop zugreifen, dann muss das Gerät mit einer separaten Windows VDA Lizenz abgedeckt werden. Roaming-Rechte sind nur anwendbar, wenn das Roaming von außerhalb der Unternehmens-Domäne stattfindet, folglich muss jedes innerhalb der Unternehmens-Domäne auf den virtuellen Windows-Desktop zugreifende Gerät entweder mit Client-SA oder Windows VDA lizenziert sein.

8. Unter welchen Lizenzprogrammen kann ich Windows VDA-Lizenzen erwerben?
Windows VDA ist unter EA, Select, Open Value und unter den Campus-Programmen verfügbar.

Office, Visio und Project

1. Was steht in den Produktnutzungsrechten (PURs) zu den Office Roaming Use-Rechten?
Die folgenden Ausführungen dienen nur zu Informationszwecken; informieren Sie sich in den aktuellen PURs, um alle Details zu erfahren:
• Der einzelne Hauptnutzer eines lizenzierten Geräts darf zu einem beliebigen Zeitpunkt
• von einem nicht-unternehmenseigenen Gerät* aus auf die Software auf seinem Server (z.B. in seinem Rechenzentrum) per Remote zugreifen, und
• Software in einer virtuellen Betriebssystem-Umgebung auf einem qualifizierten nicht-unternehmenseigenen Gerät* einsetzen
• Wenn der Hauptnutzer sich innerhalb des Unternehmens oder einer Niederlassung befindet, sind Roaming Use-Rechte nicht anwendbar.
• Sie dürfen die Software nicht in einer physikalischen Betriebssystem-Umgebung auf einem für Office Roaming Use-Rechte qualifizierten nicht-unternehmenseigenen Gerät* einsetzen.

Bitte beachten:
* ein “qualifiziertes nicht-unternehmenseigenes Gerät” ist ein Gerät, das sich im Eigentum einer anderen Einrichtung als der eigenen oder deren Niederlassung befindet.

2. Welche Kunden haben ein Anrecht auf Roaming Use-Rechte?
Kunden mit aktiver Software Assurance für Office, Visio und Project können Roaming Use-Rechte für diese Produkte, die SA haben, nutzen.
Kunden, die Windows SA und VDA besitzen, sind für Office Roaming Use-Rechte nicht berechtigt, bis sie aktive SA für Office abgeschlossen haben.

3. Welche Mitarbeiter innerhalb eines Kundenunternehmens können Roaming einsetzen?
Der einzelne Hauptnutzer eines lizenzierten Geräts darf zu einem beliebigen Zeitpunkt von einem qualifizierten nicht-unternehmenseigenen Gerät aus per Remote-Zugriff auf die Software auf seinen Servern zugreifen, insofern er sich außerhalb des Unternehmens aufhält. In Umgebungen, in denen mehrere Anwender Zugriff auf das lizenzierte Gerät haben, ist es Sache der Kunden-Organisation, den einzelnen primären Hauptnutzer zu bestimmen. Jegliche Nutzung während des Roamings muss arbeitsbezogenen Zwecken dienen.

4. Wie lautet die Definition für ein “qualifiziertes nicht unternehmenseigenes Gerät?”
Ein qualifiziertes nicht unternehmenseigenes Gerät ist ein Gerät, das sich nicht im Eigentum der eigenen Organisation befindet und/oder nicht von der Organisation über eine virtuelle Umgebung (des Kunden) gesteuert wird.

5. Wie funktionieren Roaming Use-Rechte?
Kunden, die eine virtuelle Umgebung betreiben und einzige Hauptnutzer eines lizenzierten Geräts sind, dürfen von einem nicht-unternehmenseigenen Gerät außerhalb des Unternehmens aus per Remote-Zugriff auf ihren Desktop zugreifen.

6. Handelt es sich hier um eine pro Nutzer-Lizenzierung?
Office wird auf einer pro-Geräte-Basis lizenziert, auch wenn ein Kunde Office Roaming-Rechte eingeräumt werden. In einer virtuellen Umgebung kann der einzige Hauptnutzer eines lizenzierten Office-Geräts von einem nicht-unternehmenseigenen Gerät außerhalb des Unternehmens aus Roaming Use-Rechte nutzen.
Eine Office-Nutzerlizenz würde es erlauben, Office von jeder beliebigen Maschine aus zu nutzen, gleichgültig ob sich das Gerät im Eigentum des Unternehmens befindet oder nicht. Roaming Use- Rechte sind für eine externe Nutzung bestimmt, während die pro-Nutzer-Lizenzierung ein Roaming auch innerhalb des Unternehmens ermöglichen würde. Es ist nicht geplant, eine Office-Nutzerlizenz zum jetzigen Zeitpunkt zu veröffentlichen.

7. Worin besteht der Unterschied zu den Office Web Apps?
Roaming Use-Rechte sind für Kunden mit aktiver SA für Office, Visio und Project verfügbar, um in einer virtuellen Umgebung zu operieren. Diese Rechte befähigen einen einzigen Hauptnutzer eines lizenzierten Geräts remote von einem nicht-unternehmenseigenen Gerät außerhalb der Unternehmsfirewall aus auf seinen Office-Desktop zuzugreifen.
Hier besteht der Unterschied zu der Nutzung eines Internet-Portals, um auf Ihren Office-Desktop zuzugreifen. Office Web Apps ermöglichen einem einzigen Hauptnutzer eines lizenzierten Geräts, auf Office Web Apps zuzugreifen, um die Office-Schnittstelle über den Browser zu nutzen, während man nicht am eigenen PC sitzt. Es ermöglicht das einfache Editieren von Office-Dokumenten. Dies wird mit einer Volumenlizenzierung einer Office 2010 Suite lizenziert und hängt nicht davon ab, ob ein Kunde SA abgeschlossen hat.

8. Wann laufen Roaming Use-Rechte aus?
Roaming Use-Rechte sind befristet und Kunden haben keine Rechte mehr, diese Vorteile zu nutzen, wenn ihre Software Assurance-Abdeckung ausgelaufen ist.

9. In welchem Fall darf ein Nutzer die Roaming Use-Rechte nicht weiter nutzen?
Nutzerrechte, auf Roaming Use-Rechte zuzugreifen, enden wenn
1) die Rechte auf das lizenzierte Gerät endet,
2) die Software Assurance-Abdeckung endet, oder
3) es zu einer Änderung des Hauptnutzer-Status kommt.

Quelle: Microsoft Deutschland GmbH