MDT unter Windows Server 2019 bereitstellen – Teil 1

Nachstehend eine Anleitung für die Installation und Grundkonfiguration von Microsoft Deployment Toolkit (MDT) unter Windows Server 2019. Grund dafür ist, dass mit dem Ende vom Support von Windows 7, Windows Server 2008R2 umfangreiche Erneurungen an der bestehenden Infrastruktur notwendig sind.

Vorbereitungen

Windows Bereitstellungsdienste

Das MDT stellt entsprechende Startabbilder für 32 bzw. 64 Bit als ISO-Datei bereit. Die einfache und schnelle Variante ist, die ISO Datei mit Hilfe von Tools wie Rufus o.ä. auf einem USB-Stick zu schreiben. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, kann man damit zum entsprechenden Rechner gehen, die Startoptionen im BIOS anpassen und vom USB-Stick starten. Anschließend kann die Installation über dem MDT Server zugegriffen werden.

Alternativ nutzt man anstatt eines USB-Sticks die Windows Bereitstellungsdienste (WDS). Dabei handelt es sich um eine Serverrolle, die bei jeder Windows Server Edition (Standard und Datacenter) konstenlos enhalten ist. Der große Vorteil dabei ist, dass bei korrekter Konfiguration von PXE Boot an den Rechnern und Windows Server mit WDS/MDT fast eine vollautomatische Installation möglich ist. Was unter bestimmten Umständen viel (Arbeits)zeit und Laufwege sparen kann. 😉

Nachstehend eine kurze Bilderstecke zur Installation und Grundkonfiguration von WDS.

Je nachdem wie gut die Performance der VM ist, dauert der Installationsvorgang nur wenige Sekunden.

 Erstkonfiguration der Bereitstellungsdienste

Die Installation auf dem Laufwerk C:\ ist grundsätzlich möglich. Allerdings aus Performance Gründen und die Nutzung von Funktionen ala Datendeduplizierung sprechen für ein separtes Laufwerk. Durch der Aktivierung der Option „Administrator…“ kann sichergestellt werden, dass nur Rechner sich beim WDS bzw. MDT melden können, die es auch sollen. Es ist sozusagen eine Kontrollmöglichkeit für den Admin.
Die Organisationseinheit (OU) kann selbstverständlich auch eine Andere sein. Es kann also vorgegeben werden, wo das Computerobjekt abgelegt wird. Dies ist ggf. nützlich, wenn z.B. über Gruppenrichtlinien bestimmte, einmalige Arbeiten (z.B. Kopieren von Schriftarten) erledigt werden sollen.
Damit ist die Einrichtung des WDS grundsätzlich abgeschlossen. Im nächsten Artikel geht es dann um die Einrichtung des MDT.

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